Prozessoptimierung · Fallstudie
Beherrschung der Hochtemperaturkorrosion bei der Verarbeitung stark säurehaltiger Rohöle
Eine Raffinerie, die Rohöl mit höherem Säuregehalt verarbeitet, erörterte gemeinsam mit Cestoil Fragen zur Hochtemperaturkorrosion. Das Programm begann mit einer Analyse der Betriebsbedingungen und Werkstoffe; im weiteren Verlauf wurden im Rahmen der Korrosionsbewertung der Raffinerie die Eisenkonzentrationen und der Säuregehalt des Rohöls während der Behandlung überwacht.
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Betriebsumfeld
Die Raffinerie sah bei der Verarbeitung von Rohöl mit höherem Säuregehalt ein erhöhtes Risiko für Hochtemperaturkorrosion. In einem Seitenstrom der Vakuumdestillation wurden erhöhte Eisenwerte festgestellt. Der Standort suchte nach einem Behandlungsverfahren, das auf die betroffenen Anlagen und die Betriebsbedingungen abgestimmt war.
Herausforderung
Für die Bewertung mussten die Korrosionshistorie, die Betriebstemperaturen und die Werkstoffbeschaffenheit der Anlagenkomponenten miteinander in Beziehung gesetzt werden. Messwerte zur Acidität des Rohöls und zum Eisengehalt in den Stoffströmen lieferten hierbei nützliche Hintergrundinformationen, während für die Beurteilung des Anlagenzustands auch die umfassenderen Daten der raffinerieweiten Korrosionsüberwachung herangezogen werden mussten.
Beurteilung und Behandlung
Mitarbeiter Cestoil und der Raffinerie analysierten die Korrosionshistorie, die Temperaturen sowie die verwendeten Werkstoffe. Die Bewertung ergab Bedingungen, die auf Korrosion durch Naphthensäuren hindeuteten, woraufhin eine Behandlung mit Inhibitoren eingeleitet wurde. Während der betrieblichen Auswertung wurden die Eisenkonzentrationen und die Säurezahl überwacht.
Beobachtete Ergebnisse
Der Bericht zu diesem Fall verzeichnet einen Rückgang des überwachten Eisen-Indikators, während die Säurezahl im dargestellten Zeitraum vergleichsweise konstant blieb. Eisen diente in dieser Auswertung als Indikator und nicht als direktes Maß für die Korrosionsrate; seine Interpretation sollte stets im Zusammenhang mit den Probenahmebedingungen und der Anlagenüberwachung erfolgen.
Überlegungen zur Anwendung
Bei einer vergleichbaren Anwendung sollten bei der Auswahl die spezifischen Stoffströme, das Temperaturprofil und die Metallurgie berücksichtigt werden. Die Entwicklung der Eisenwerte sollte unter Einbeziehung von Informationen aus Inspektionen und der Korrosionsüberwachung bewertet werden. Änderungen bei den eingesetzten Rohölen oder den Betriebsbedingungen machen eine erneute Beurteilung des Behandlungsprogramms erforderlich.
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Nützliche Ansatzpunkte für eine technische Überprüfung:
- Acidität des Rohöls, relevante Ströme und Temperaturen
- Metallurgie, Korrosionshistorie und Inspektionsinformationen
- Methoden zur Eisenprobenahme und Trends während des Behandlungszeitraums

