Prozessoptimierung · Fallstudie

Verringerung des Eisen-Austrags in den FCC-Einsatzstrom durch Rohölvorbehandlung

Eine Raffinerie untersuchte eisenhaltige Feststoffe, die bei der Rohölentsalzung in den nachgeschalteten Einsatzstrom gelangten. Bei einem Behandlungsversuch wurde die Zugabe von Chemikalien mit Anpassungen der Entsalzer-Betriebsweise kombiniert, wobei der Eisengehalt im Vakuumrückstand sowohl während der Behandlung als auch nach Beendigung der Chemikalienzugabe überwacht wurde.

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Prozessanlagen und Rohrleitungen für Raffinerien
Anwendungsbild; keine Aufnahme des Kundenstandorts.

Betriebsumfeld

Die Raffinerie hatte mit anhaltenden Eisenverunreinigungen im Einsatzstrom ihrer Anlage für das katalytische Wirbelschichtcracken (FCC-Anlage) zu kämpfen. Zwar wurden durch die herkömmliche Entsalzung Wasser und Salze entfernt, doch Untersuchungen ergaben, dass eisenreiche anorganische Partikel in den Vakuumrückstand und den nachgeschalteten Prozess gelangten.

Herausforderung

Ziel war es, die Abscheidung dieser Partikel vor der FCC-Anlage zu verbessern. Zudem mussten im Rahmen des Programms der Feststoffaustrag aus der Entsalzungsanlage, die Phasentrennung sowie der Ölgehalt im Ablauf als zusammenhängende betriebliche Aspekte behandelt werden.

Beurteilung und Behandlung

Am Einlass der Rohölpumpe wurde eine chemische Behandlung eingeführt, um eine Durchmischung vor der Entsalzung zu gewährleisten. Im Rahmen des Programms wurden zudem der Trennschichtpegel, die Druckdifferenz am Mischventil und der Rückspülbetrieb angepasst. Zunächst traten Störungen durch Ultraschallgeräte auf; in der späteren Versuchsphase wurde die chemische Behandlung ohne diese Geräte durchgeführt.

Beobachtete Ergebnisse

Der Bericht beschreibt einen Rückgang des Eisengehalts im Vakuumrückstand während der kontinuierlichen Behandlung, gefolgt von einem Anstieg nach Beendigung der Chemikaliendosierung. Diese Umkehrung ist für die Bewertung der Wirksamkeit der Behandlung von Bedeutung. Bei der Interpretation müssen zudem die während des Programms vorgenommenen Anpassungen an der Entsalzungsanlage berücksichtigt werden.

Überlegungen zur Anwendung

Bei einem ähnlichen Versuch sollten neben Eisenmessungen auch die Rohölqualität, die Eigenschaften der Feststoffe sowie die Einstellungen der Entsalzungsanlage erfasst werden. Bei den Probenahmestellen sollte zwischen Rohöl, entsalztem Rohöl und nachgeschalteten Strömen unterschieden werden. Die gemeinsame Dokumentation von Änderungen bei der Chemikaliendosierung und den Betriebsbedingungen hilft dabei, jene Bedingungen zu identifizieren, die mit einer verbesserten Feststoffabscheidung einhergehen.

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Nützliche Ansatzpunkte für eine technische Überprüfung:

  • Zusammensetzung des Rohprodukts, Feststoffe und Eisengehalt nach Probenahmestelle
  • Aufzeichnungen zu Phasengrenze, Vermischung und Rückspülung des Entsalzers
  • Behandlungsverlauf und nachfolgende Eisentrends
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Dieser Überblick basiert auf einer Fallzusammenfassung Cestoil . Die Beobachtungen beziehen sich auf die beschriebene Anwendung und die Betriebsbedingungen; die Wahl des Behandlungsverfahrens erfordert eine Überprüfung des beabsichtigten Einsatzbereichs.

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