Prozessoptimierung · Technische Lösung
Schaumkontrolle beim Delayed-Coking-Verfahren
Bewerten Sie die Auswahl und die Dosierung des Entschäumers gemeinsam und achten Sie dabei auf Schaumverschleppung sowie auf Silikon, das in nachgeschaltete Prozessschritte gelangt.
Besprechen Sie Ihre industrielle Anwendung
Schaumkontrolle im Verkokungszyklus
Schaum in einer Kokstrommel kann in das Dampfsystem mitgerissen werden und zu Ablagerungen in nachgeschalteten Anlagenbereichen beitragen. Das Schaumverhalten variiert je nach Einsatzmaterial, Zyklusbedingungen und der Art und Weise, wie das Behandlungsmittel den Schaum erreicht.
Ziel ist ein stabiles Schaumkontrollprogramm, das sich innerhalb der Betriebsgrenzen der Raffinerie bewegt. Bei Entscheidungen zur Behandlung müssen sowohl die Weiterverwendung der Kokereiprodukte als auch die Kokstrommel selbst berücksichtigt werden.
Berücksichtigen Sie die Entschäumerleistung und den Silikonverschleppungseffekt.
In der Fachliteratur werden silikonbasierte Entschäumer für den Einsatz im Delayed-Coking-Verfahren behandelt. Dabei werden Aspekte wie ihr Verhalten bei Prozesstemperatur, ihre Einbringung in den Schaum sowie ihr potenzieller Beitrag zum Siliziumgehalt in den Coker-Produkten betrachtet.
Man sollte nicht davon ausgehen, dass eine Formulierung, die in einer Coker-Anlage gute Ergebnisse liefert, in einer anderen ebenso gut abschneidet. Das im Labor ermittelte thermische Verhalten unterstützt zwar die Produktbewertung, lässt jedoch für sich allein keinen Rückschluss auf die Leistung in der Anlage zu.
Überprüfen Sie die Liefervereinbarung.
Cestoil berücksichtigt bei der Auswahl des Behandlungsverfahrens die vorhandenen Vorrichtungen für Verdünnung, Dosierung und Injektion. Durchmischung, Verteilung, Zuverlässigkeit der Injektion und der Zeitpunkt der Behandlung können beeinflussen, welche Menge des Materials den vorgesehenen Ort erreicht.
- Zulauf- und Prozessbedingungen im Zusammenhang mit Schaumbildung oder Mitriss
- Entschäumerformulierung, Handhabungseigenschaften und aktuelles Dosiersystem
- Anforderungen an die Produktweiterleitung und das Silizium-Monitoring
Einen vollständigen Zyklus bewerten
Dokumentieren Sie während des Vergleichs Beobachtungen zu Schaumbildung oder Mitriss, den Verbrauch an Entschäumer sowie betriebliche Änderungen. Achten Sie bei der Überwachung von Silizium in Produktströmen auf eine gleichbleibende Probenahmestelle und einen konstanten Zeitpunkt innerhalb des Verkokungszyklus.
Eine während eines Behandlungsmaximums entnommene Stichprobe sollte nicht als Durchschnittswert für den gesamten Zyklus dargestellt werden. Jede vorgeschlagene Änderung sollte sowohl im Hinblick auf die Schaumkontrolle als auch auf die Anforderungen nachgeschalteter Anlagen bewertet werden.
Die Grenzen der Implementierung vereinbaren
Änderungen an der Einspritztechnik oder der Betriebsweise müssen vom Raffinerieteam geprüft werden. Legen Sie vor einem Versuch den Überwachungsplan sowie produktspezifische Vorgaben fest. Diese Übersicht schreibt weder Düsengeometrie noch Verdünnungsverhältnisse oder eine universelle Dosierrate vor.
Besprechen Sie Ihre betriebliche Herausforderung.
Nützliche Informationen für eine erste technische Überprüfung:
- Coker-Einsatzmaterial, Zyklusinformationen und Historie des Mitreißens
- Aktuelle Regelung für Entschäumer und deren Dosierung
- Beobachtungen und Probenahmeplan für Silizium stromabwärts

